Das Land von Khêm

  1.  Das Land von Khem ist gehüllt in viele Geheimnisse und Legenden. Eine weit ausgebreitete Wüste ist das ausgeprägteste Merkmal dieses Landes; über das Inland gibt es nur wenige sichere Berichte von Reisenden. Wir haben das Meiste an unserem Wissen über die Gebräuche und der Geschichte dieses alten Landes in den Küstenstädten erfahren, dort wo viel mehr Menschen leben als im heißesten, innersten Teil der Großen Wüste ohne Wiederkehr.
  2. An den Bänken des Flusses Nár-Tawil  liegt die Hauptstadt von Khem, Jadhra die Goldene geheißen. Ihr Glanz und ihre Pracht wird einzig von Sarras überstrahlt; große Tempelanlagen und himmelhohe, aus weißem Stein gehauene Grabmäler, viel feiner beschmückt und gefertigt als unsere eigenen Dolmein [Grabhügel], in denen wir Fürsten niederlegen zur ewigen Ruhe. Groß sind die Märkte der Stadt, Händler aus den fernsten Ecken der Welt kommen hierher um die sonderlichsten, uns bis dahin unbekannte Güter feil zubieten. Groß und prächtig sind auch die Gärten und Höfe,wo es auch in der ärgsten Hitze kühl und frisch bleibt, viele Bäume und Blumen, graziös und wunderbar anzusehen, gedeihen darin, bunt-gefärbte Vögel singen wundersame Lieder und fliegen in vielen schillernder Farben durch die Gärten, das es eine Freude ist, jenen hiebei zuzusehen.
  3. Von den ferngereisten Händlern vernahmen wir vielerlei sonderbare, kaum glaubhafte Geschichten und Erzählungen. unter anderem von Magiern, die in einem fernen Land im Osten hausen, wo sie geheime Riten durchführen und von den unsterblichen Hexenmeistern, die in einem Land noch weiter entfernt hausen, wo sie Daemonen und andre dunkle Kreaturen aus der Äußeren Leere beschwören um sie zu unterwerfen um ihre niederträchtigen Begierden zu erfüllen. So sind die Gerüchte, denen es nicht wert ist, genauer nachzugehen, denn mit Sicherheit haben sie nur wenig Wahres zum Inhalt.“

Aus einem Erlebnisbericht, den Semias und Uscias verfassten, als sie ihre große, ausgedehnte Reise durch die damals bekannte Welt vollbrachten.

 

P.S Ein neuer Einblick in die Fantasiewelt, an welcher ich arbeite. Der Stil ist bewusst von mir gewählt um einen speziellen Effekt zu erzielen.

„Von der Abstammung der Hoch-Könige“

„Des Hoch-Königs Táliesin´s Urahn heißt Vortigern, der ein Sohn der Göttin Ritona ist. Vortigern hatte einen Sohn, der Tigeronos hieß, Tigeronos hatten einen Sohn, der Cantigern hieß, dieser wiederum hatten einen Sohn welcher abermals den Namen Tigernonos trug, oder Teyrnôn in der Alten Sprache. Teyrnôn heirate Aife, die Tochter von Lúgh, dem letzten Fürsten von der Insel Tára, der aus dem Stamme der Ùi-Imar kam. Das Haus der Ùi-Imar stammte seinereits von Morigons ab, der ein Sohn des Gottes Medogenus ist.

Teyrnôn und Aife hatten eine Tochter, Aellyn geheißen, die Aneurin heiratete, der ein Urenkel von Dariân, einem unmittelbaren Nachkommen des Pártholan, dem Sohne der Göttin Andraste war.

Aellyn gebar einen Sohn, Bolgân genannt, dieser heiratete Nellas, die Tochter von Syffâd, dem Sohne von Seraráin, der aus dem noblen Hause von Muir-Ri kam. Alle Hoch-Könige der Gâeldein bis zur Zeit von Taliesin I stammen nun von König Bolgân I ab.

Táliesin, der Sohn von Tegydd-Fáel, dem letzen rechtmäßigen Hoch-König, heiratete Morrigân, die eine der wenigen von Morién´s Kindern war, welche die grausame Behandlung, welche sie durch den Thronräuber erleiden musste, überlebte. Morrigân war eine Urenkelin der Mórfessa, die eine Tochter des Môrddag war, dieser war ein unmittelbarer Nachkomme des Mor-Rignos, der ein Sohn der Göttin Rigantona war. Über die Kinder und Kindeskinder, so wie deren Nachkommen ist uns nun wenig überliefert, es heißt aber das jene, als die Alten Tage zu Ende gingen, sieben Häuser gründeten, welche es zu großem Ruhm entlang der Westküste Canól-Dhaer brachten.

Doch dieses Zeitalter ist nun lang hinüber und nur Sagen und die Namen der Helden der Altvorderenzeit sind geblieben, von deren einst großem Ruhm sind nur Ruinen und Schriftzeichen geblieben, die kaum mehr einer entziffern kann und alte Grabhügel in denen dunkle Unholde ihr übles Unwesen treiben“

 

Ein weitere Einblick in die imaginäre Welt, an der ich schon seit 2008 arbeite.

 

Die Weltschöpfung

Am Anfang, da war alles nur Leere; eine ungeteilte, ungeformte Masse, in dem das Sein erst entstehen mochte, aber noch nicht entstehen konnte. So verblieb es über viele Aeonen hin lang.

Und es begab sich nun, nach ungezählten Zeitaltern, das ein Geist, eine Wesenheit sich aus der Ur-Leere erhob und er sah das alles leer und ungeordnet war. Und er hielt es nicht für gut, wenn es so bliebe. Und der Geist schuf, in dem er die Drei Geheimen Wörter sprach, aus dem Nicht-Sein das Sein, aus seinen Gedanken entsprang Es. Und das Sein besaß noch keine Ordnung, noch klare Form. Stürme von Frost, Eis und Feuer tobten mit großer Gewalt über das lichtlose, düstre Sein. Und der Selbst-Erzeugte ließ hierauf seine Macht wirken.

Siehe da! die Urgewalten besänftigte der Selbst-Erzeugte mit weithin ausgestreckten Händen und sie zogen sich in den Norden und Süden zurück. Die Mitte bestand aus dem Großen Land und an den Rändern grenzte das kalte Urleere von Nún an die junge Welt. Der Selbst-Erzeugte sah nun, das sein Werk in Gefahr schwebte von der Urleere verschlungen zu werden.

Siehe da! der Selbst-Erzeugte ließ durch seine Macht die Erde am Äussersten Rande sich erheben; in der Mitte der Berge ließ der Selbst-Erzeugte einen Spalt offen. Hiemit sollte es gewährt bleiben, das die Welt auf dem Meer von Nún wie ein Schiff gleitet auf den Wellen, ohne darin zu versinken. Auf den schwarzen, eiskalten Bergen am Äussersten Rand ließ der Schöpfer zwei Wächter die Yum und Gothum heißen dahinter um vor den Wesen des Äussersten Dunkels vorhergewarnt zu sein. Und als der Selbst-Erzeugte also gearbeitet hatte, ließ er in der Mitte der Welt einen hohen Berg sich erheben, der bis weit in Wolken hineinragte. Dieser Berg trägt den Namen Mándhura, und er war heilig und die Säule der Welt. Als er dies vollbracht, da rief er aus den namenlosen Gefilden viele andere Geister zu sich, die ihm ähnlich waren, doch geringer an Erhabenheit waren als der Selbst-Erzeugte. Dies waren die ersten Götter, die über diese Welt wachen sollten, denn der Selbst-Erzeugte wandte sich andren Gebieten in der Großen Leere zu, denen er Sein und Leben bringen wollte. Auf dem Heiligen Berg Mándhura erbauten die Götter sich ihre erste Heimstatt, von woher sie das Spiel der Götter spielten und über Leben und Tod geboten.

Die Götter erschufen Sonne und Mond, die Gestirne und die Wolken und gaben der jungen Erde ihre erste Form so wie sie es sich vorstellten und wünschten. LIcht waren jene fernen, vergessnen Tage und die Götter wandelten leibhaftig in der Welt umher, ohne Verkleidung sondern so wie sie wirklich aussehen. Dieses Zeitalter wird hernach als das Goldene Zeitalter bekannt sein, denn Frieden herrschte in der Welt und das Leben der 10.000 Wesen freudig und unbeschwert, das Sterben war kein Grund zur Klage und Trauer.

 

Der Grundtext stammt aus dem Jahr 2014, wurde aber ein wenig überarbeitet.

Ye Rimesters Tale

Once there liv´d a man

who many rymes cant

Thro´ Day and Night he sang,

and thro´the streets he sprang.

A Rimester was he of great Fame

Though the World to him was all the same.

His Dreames where colourfull

but the World seem´d to him dull.

Fawns and Nymphes he beheld

they him much a wondrous Story tell´d:

Of bygone Days and Glories long gone

when a pure Light undimm´d shone

from Altars erected in a dim Wood,

where stone statues as silent Guardians stood.

And Chants in the Elder Tonque rang aloud

to the Stars.

´Tis and more the Rimester was told

many marvels afore his Eyes unfold.

He pass´d away in unknown Place, old and worn

and he lives evermo´ in the realms forlorn

to Man

Aus dem Jahr 2015, ein wenig überarbeitet