Wanderung Laxenburg, 6.6.2017

Foto von Jörg Hofer

Foto von Jörg Hofer

Bei perfektem Wetter ging es durch den Laxenburger Schlosspark mit kaiserlichem Flair. Mittagsrast am Schlossteich mit abschließenden Besuch im bekannten Eissalon in Laxenburg.

Mit der Option am 18.7.2017 bei heißem Wetter die Wanderung beim Krapfenwaldbad für mich zu beenden und im kühlen Nass unterzutauchen freue ich mich auf ein gemütliches Wandern in der Gruppe.

Unsere Wellensittiche von Birgit

Mein Freund und ich haben zwei Wellensittiche, Burli und Wilma. Wilma wird im Juni 9 Jahre alt, Burli junior, der Burli senior nachgefolgt ist, wird im Dezember 3. Burli senior war 6 Jahre alt, als er an einem Geschwür starb.  Der Tod von Burli senior war zwar schwer für uns, doch sollte Wilma nicht so lange alleine sein, weshalb wir schon wenige Tage nach Burli sen. Tod uns entschlossen, Burli junior zu besorgen.

Wilma ist von den Farben her grün/gelb; Burli blau/hellgelb. Weiterlesen

Wanderung Lainzer Tiergarten 9.5.17

Die fünf dem Wetter trotzenden Wanderer wurden dann mit Somlauer Nockerln im Rohrhaus belohnt. Wir begegneten vielen Regenwürmern + Wildschweinen. Gegen 12 Uhr hörte der Regen auf und wir trafen auch andere Naturbegeisterte.
Die nächste Wanderung wurde schon terminisiert am 6.6.17 nach Laxenburg. Worauf ich mich schon sehr freue weil ich immer Kraft für den Alltag für mich mitnehme.

Wassergymnastik – von Birgit

Die städtischen Wiener Bäder bieten teilweise Wassergymnastik zu bestimmten Zeiten an, die im Eintrittspreis ins Bad inkludiert ist.

So raffte ich mich an einem Samstag im Dezember auf und ging ins Theresienbad, meinem Stammbad im Sommer. Dieses bietet im Winterhalbjahr Wassergymnastik am Samstag um 15 Uhr an.

Ich war etwas zu früh, was eigentlich typisch für mich ist. So schwamm ich zunächst ein paar Runden. In der Zwischenzeit wurde die Musikanlage aufgebaut. Weiterlesen

Zu Besuch bei eckART (Komit)

Ich war netterweise bei eckART eingeladen. Von außen wirkt das Haus noch recht klein. Doch drinnen erstreckt es sich über mehrere Räume und einen schönen Innenhof. Einer der dortigen Mitarbeiter übernahm für mich das Fotografieren und so entstanden folgende Fotos:

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Hier findet ihr noch die Kontaktdaten:

Öffnungszeiten:
jeden Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr

Adresse:
1170 Wien, Taubergasse 28 / Ecke Mayssengasse

Tel: 01/406 59 21

eckart.komit.at

Anstatt eines Lebenslaufes

 

Ich weiß nicht, wann die Angst in mein Leben getreten ist. Vermutlich war sie immer schon da.

Eine frühe Erinnerung betrifft die Magenkrämpfe, die ich als Kind bekommen habe, sobald ich ein Geschäft betreten wollte(um mir zb. Süßigkeiten zu kaufen).

Wie die meisten Kinder liebte ich Süßigkeiten. Es bedurfte mir aber große innere Anstrengungen, diese zu kaufen. Meine Innereien verkrampften dermaßen, dass ich es oft sein ließ, und verängstigt und verwirrt weggelaufen bin. Danach stellte sich manchmal, nicht immer, Erleichterung ein, so als hätte ich mich aus einer gefährlichen Lage gerade noch befreien können.

Dabei wollte ich nur eine Tafel Schokolade in einem Supermarkt kaufen. Es war mir oft nicht möglich.

Diese Angst hat mich bis zum heutigen Tag nicht verlassen.

Sie war dabei, als ich, trotz guter kognitiver Fähigkeiten, reihenweise Schulen nach kurzer Zeit beendet habe, deren Aufnahmeprüfungen ich mit Leichtigkeit bestanden hatte.

Sie war die Konstante, bei der Unfähigkeit, über längere Zeit(länger als ein paar Wochen) einer Tätigkeit und einem geregelten Tagesablauf nachzugehen.

Sie hat mich begleitet bei Depression und Panikattacken.,

Sie war ein treuer Freund, in den 20 Jahren Alkoholismus, die ich hinter mir habe, zum Schluss war sie mein Letzter.

Wenn sie sich fragen, warum ich mir keine Hilfe geholt habe, oder sie, wenn sie mir angeboten wurde(und das ist geschehen), nicht angenommen habe, so kann ich nur sagen, ich weiß es nicht.

War es Stolz, Hochmut, oder vielleicht wieder die Angst selbst?

Darüber bin ich mir nicht im Klaren.

Ich weiß nur, dass ich erst ganz unten, obdachlos und ohne einen Cent Bargeld dastehen musste, bevor ich Hilfe überhaupt angenommen habe. Vorher versuchte ich, meine Probleme mit Alkohol, zu lösen. Überraschenderweise hat das nicht funktioniert.

Das war vor fünf Jahren. Seitdem ist einiges geschehen.

Durch diverse Stationen der Obdachlosenhilfe habe ich eine eigene Wohnung bekommen.

Mit Hilfe des PSD habe ich mich mit meinen psychischen Erkrankungen(Depression, soziale Phobie, Panikattacken) erstmals in meinem Leben auseinandergesetzt, und so begonnen, mich selber besser verstehen zu lernen.

Nebenbei habe ich dabei meinen Alkoholismus(und meine Nikotinsucht) zurückgelassen. Falls sie mich fragen, wie ich das gemacht habe. Nun, ich bekam ein Antidepressivum und auf einmal war der, vorher übermächtige Zwang zu trinken, weg. Das hat mich überrascht. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht geglaubt, jemals vom Alkohol wegzukommen. Und auf einmal war dieses Bedürfnis, dieser Zwang, verschwunden!

Drei Wochen, nachdem ich zu trinken aufgehört habe, bin ich zum Nichtraucher geworden, das war wohl der Angst vor der Ironie des Lebens geschuldet. Ein trockener Alkoholiker, der an einem Herzinfarkt aufgrund seiner Nikotinsucht stirbt, so wollte ich nicht enden.

Wenigstens hierbei war die Angst hilfreich.

Seit zwei Jahren nun bin ich als betreuter Mitarbeiter, wie der Terminus lautet, bei dem Verein LOK Couture in einer Tagesstruktur eingebunden. Das ist die längste Zeitspanne seit der Pflichtschule, die ich einer Tätigkeit nachgehe.

Die Betätigung bei LOK tut mir gut, die Kollegen und die Betreuer sind nett, aber es fehlt mir etwas.

Ich möchte nicht bis zum Rest meines Lebens als arbeitsunfähig gelten. Diese Zuschreibung habe ich nach einem Test des BBRZ vor vier Jahren erhalten.

Einschub: In diesen fünf Jahren habe ich viele Menschen in Hilfsstellen, Vereinen, und Behörden getroffen, die ehrlich bemüht waren, anderen Menschen(z.b. mir) zu helfen, um ihr Leben besser zu meistern. Ich möchte mich bei all diesen Menschen herzlich bedanken. Sie sind das Salz der Erde.

Und ich habe einige wenige getroffen, auf die das, meiner Meinung nach, nicht zutrifft.

Ich denke, dass ich klug und stabil genug bin, um meinem Leben eine neue Seite hinzufügen, auch wenn ich weiß, dass das mit 43 Jahren, ohne Berufsausbildung und ohne nennenswerte Erfahrungen am Arbeitsmarkt, nicht gerade leicht wird.

Meine Angst wird mich dabei nicht verlassen, aber ich glaube, dass ich mit ihr mittlerweile aufgrund meiner persönlichen Entwicklung, besser umgehen kann.

Ich habe nicht mehr vor, davonzulaufen.

Psychotherapie hat mir geholfen – Text von Barbara

Mir hat Psychotherapie sehr geholfen. Es war ein langer, steiniger Weg – und zu Beginn war ich blind und blockiert für meine Möglichkeiten. Nach einem Jahr Arbeit mit meiner Psychotherapeutin fühlte ich mich nach wie vor halt- und orientierungslos. Ich hatte bereits gehört, dass Psychotherapie viel Arbeit bedeutet, aber der lange Weg, an dessen Anfang ich mich befand, schien unüberwindbar. Nach und nach begann ich zu begreifen, dass sich sehr viele Blockaden und negatives Denken in mir aufgestaut hatten. Die Psychotherapie half mir mein Leben in seinem Facettenreichtum zu begreifen. Durch die Analyse meiner Sackgassen gelang es mir, die vielen Zwänge die ich oft verspürte, aufzulösen.

Ich erfuhr in der Therapie auch, dass es Techniken gibt, sich während der Arbeit zu entspannen und daraus Kraft zu schöpfen.

Mir half z.B. die Konzentrative Bewegungstherapie. Es war allerdings ebenso wichtig auf eine geeignete medikamentöse Einstellung zu achten. Heute arbeite ich in einer Schmuckmanufaktur und fühle mich dort wohl.

Schizophrenie

Hat mit „sensibel sein“ zu tun.

Wenn man du es nicht selbst erlebt hast, kannst du es nicht genau erklären. Schizophrenie ist Krieg mit sich selber, ein innerer Konflikt. Man soll damit nicht spaßen. Man kann es oft nicht kontrollieren. Therapie? Mit reden geht’s vielleicht. Wenn dich jemand ernst nimmt. Man hat viel Angst vor Dingen, die nicht realistisch sind. Aber auch Gesunde haben das.

Ich habe oft das Gefühl in Horrorfilmen liegt ein Körnchen Wahrheit. Stimmen sagen: „Du sollst Angst haben,“ oder reden über brutale Sachen. Es ist oft entsetzlich.

Medikamente können helfen, auch Psychiater.

Aktiv sein hilft, nicht fallen lassen. Den Ängsten stellen. Jeder braucht da seine Strategie. Es sind Erfahrungen.

Es kommt darauf an, was man daraus macht.

Urlaub – ein Beitrag von Birgit

Gemalt von Birgit im Offenen Atelier

Pro mente bietet betreute Urlaube für psychisch Kranke mit seinem Projekt Atempause an. Mein Freund und ich fahren schon jahrelang bei einem solchen Gruppenurlaub im Sommer mit.

Dieses Jahr ging es nach Lignano an der italienischen Adriaküste. Die ersten zwei Tage waren leider verregnet, und wir waren im Hotel und im Ort. Dann riss der Himmel auf. Wir machten eine Exkursion nach Aquileia, einer römischen Ausgrabungsstätte. Die Basilika mit ihren gut erhaltenen Mosaiken aus dem 3. Jh n. Chr war sehr beeindruckend.

Die nächsten Tage war Strandleben pur angesagt. Ich ließ den Sand durch meine Zehen rinnen, sonnte mich auf der Liege und tauchte im Meer in den Wellen. Mein Freund sammelte zudem noch viele Muscheln, einige ganz sonderbare Exemplare darunter.

Leider ging es nach einer Woche schon wieder gen Heimat.

Arrivederci Italia!