Wassergymnastik – von Birgit

Die städtischen Wiener Bäder bieten teilweise Wassergymnastik zu bestimmten Zeiten an, die im Eintrittspreis ins Bad inkludiert ist.

So raffte ich mich an einem Samstag im Dezember auf und ging ins Theresienbad, meinem Stammbad im Sommer. Dieses bietet im Winterhalbjahr Wassergymnastik am Samstag um 15 Uhr an.

Ich war etwas zu früh, was eigentlich typisch für mich ist. So schwamm ich zunächst ein paar Runden. In der Zwischenzeit wurde die Musikanlage aufgebaut. Weiterlesen

Urlaub – ein Beitrag von Birgit

Gemalt von Birgit im Offenen Atelier

Pro mente bietet betreute Urlaube für psychisch Kranke mit seinem Projekt Atempause an. Mein Freund und ich fahren schon jahrelang bei einem solchen Gruppenurlaub im Sommer mit.

Dieses Jahr ging es nach Lignano an der italienischen Adriaküste. Die ersten zwei Tage waren leider verregnet, und wir waren im Hotel und im Ort. Dann riss der Himmel auf. Wir machten eine Exkursion nach Aquileia, einer römischen Ausgrabungsstätte. Die Basilika mit ihren gut erhaltenen Mosaiken aus dem 3. Jh n. Chr war sehr beeindruckend.

Die nächsten Tage war Strandleben pur angesagt. Ich ließ den Sand durch meine Zehen rinnen, sonnte mich auf der Liege und tauchte im Meer in den Wellen. Mein Freund sammelte zudem noch viele Muscheln, einige ganz sonderbare Exemplare darunter.

Leider ging es nach einer Woche schon wieder gen Heimat.

Arrivederci Italia!

Paprikahendl mit Risibisi und Tomatensalat

Paprikahendl mit Risibisi und Tomatensalat
für 3 Personen

Zutaten:
3 Hühnerkeulen
2 Paprika
Pfeffer und Salz
Paprikapulver

1 Beutel Uncle Ben’s Reis
Erbsen 500g

1 Zwiebel
4-5 Tomaten
Essig und Öl

Los geht’s:
Die Hühnerkeulen waschen und mit Küchenrolle abtupfen. Marinade aus Öl, edelsüßem Paprika, Salz und Pfeffer herstellen – gut verrühren und die Hühnerkeulen damit marinieren. Paprika klein schneiden und unter- und oberhalb des Vogels in einer Kasserolle verteilen. Den Rest der Marinade zusammen mit 2 Bechern Wasser darüber gießen. Im Backrohr bei 220 Grad ca. eine Stunde garen.

Inzwischen den Reis aufstellen und die Erbsen kochen – wenn beides fertig ist zusammen fügen.

Für den Salat die Tomaten und Zwiebeln klein würfelig schneiden. Mit Salz, Pfeffer, Salatkräutern, Essig und Öl marinieren.

Mahlzeit!

…. manchmal kann die Lösung einfach sein!

Ich bin am Weg zur U-Bahn.  Eine Station in der ich oft umsteige. Vor der Rolltreppe stehen zwei Leute. Auf dem ersten Blick wirkt es als ob die Dame versucht den Herrn, den sie begleitet auf die Rolltreppe mitzuschleppen, während er aus Angst davor sich hartnäckig weigert die Rolltreppe zu betreten. Sie wirkt nicht unfreundlich aber in ihrer Hilflosigkeit kompromisslos streng. Mit einem „Entschuldigung“  versuche ich ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. „ Er hat Angst vor der Rolltreppe“ zischt sie mich an mit einer Heftigkeit, die mich überrascht. Also hat es doch gestimmt. Schnell informiere ich die Dame, die mich wieder ignoriert, dass gleich um die Ecke ein Aufzug ist. Wie durch einen Zauberspruch entspannen sie sich beide sofort und marschieren sichtlich erleichtert davon.

Eine ganz kurze Begegnung mitten im Alltag, doch wenn ich daran denke kommen mir heute noch die Tränen. So viel Abwehr und Verteidigung habe ich aus dem einen Satz, den sie zu mir gesagt hat herausgehört, dass ich mich unweigerlich frage, was sie schon alles an fremde Kommentare und Unverständnis erlebt hat.

…und manchmal kann die Lösung einer Situation doch so einfach sein!

Ernährung – Text von Reinhard Kaufmann

Nach der Schule, mit 15, begann ich eine Koch- und Kellnerlehre. Weil ich keine Lehrlingsentschädigung bekam kündigte ich nach einem halben Jahr. Ich habe immer schon gerne gekocht und gebacken. Später studierte ich Zen-Shiatsu und Tao-Shiatsu und Meridian-Shiatsu. Mein ganzes Leben habe ich weitergelernt und nie aufgegeben. Ich habe auch das zweite Buch von Allen Carr gelesen (Easyway – Endlich Wunschgewicht, Der einfache Weg mit Gewichtsproblemen Schluss zu machen, Mosaik, 1998) gelesen. Heute esse ich auch kein Fleisch mehr, da es zu schwer ist. Dies war ein langsamer Prozess. Ich begann in der Früh nur mehr Obst zu essen, ließ das rote Fleisch weg und aß einige Zeit nur mehr Puten und Hühnerfleisch. Damit hörte ich dann auf, wobei ich Fisch heute noch esse. Auch Milch trinke ich nur selten und beim Obst versuche ich österreichische Früchte zu essen. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir auch in den Wohngemeinschaften von Lok auf natürliche und gesunde Ernährung achten würden. Nach Carr soll man das Essen auch nicht zerkochen und auch nicht zerwürzen. Eiweiß sollte man von Kohlenhydraten trennen und nicht zusammen essen, es sei denn die Kohlenhydrate sind sehr wasserhältlich, dann schon. Natürliche Ernährung kann man in einem einzigen Satz zusammenfassen und zwar: In der Früh Obst und sonst Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Wahlnüsse und pflanzliches Eiweiß. Und statt Zucker sollte man Kandiszucker verwenden. Diese Art der Ernaehrung hat mir schon geholfen abzunehmen und kann es jedem empfehlen!
Reinhard Kaufmann