Zu Besuch bei eckART (Komit)

Ich war netterweise bei eckART eingeladen. Von außen wirkt das Haus noch recht klein. Doch drinnen erstreckt es sich über mehrere Räume und einen schönen Innenhof. Einer der dortigen Mitarbeiter übernahm für mich das Fotografieren und so entstanden folgende Fotos:

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Hier findet ihr noch die Kontaktdaten:

Öffnungszeiten:
jeden Mittwoch 10.00 – 12.00 Uhr

Adresse:
1170 Wien, Taubergasse 28 / Ecke Mayssengasse

Tel: 01/406 59 21

eckart.komit.at

Anstatt eines Lebenslaufes

 

Ich weiß nicht, wann die Angst in mein Leben getreten ist. Vermutlich war sie immer schon da.

Eine frühe Erinnerung betrifft die Magenkrämpfe, die ich als Kind bekommen habe, sobald ich ein Geschäft betreten wollte(um mir zb. Süßigkeiten zu kaufen).

Wie die meisten Kinder liebte ich Süßigkeiten. Es bedurfte mir aber große innere Anstrengungen, diese zu kaufen. Meine Innereien verkrampften dermaßen, dass ich es oft sein ließ, und verängstigt und verwirrt weggelaufen bin. Danach stellte sich manchmal, nicht immer, Erleichterung ein, so als hätte ich mich aus einer gefährlichen Lage gerade noch befreien können.

Dabei wollte ich nur eine Tafel Schokolade in einem Supermarkt kaufen. Es war mir oft nicht möglich.

Diese Angst hat mich bis zum heutigen Tag nicht verlassen.

Sie war dabei, als ich, trotz guter kognitiver Fähigkeiten, reihenweise Schulen nach kurzer Zeit beendet habe, deren Aufnahmeprüfungen ich mit Leichtigkeit bestanden hatte.

Sie war die Konstante, bei der Unfähigkeit, über längere Zeit(länger als ein paar Wochen) einer Tätigkeit und einem geregelten Tagesablauf nachzugehen.

Sie hat mich begleitet bei Depression und Panikattacken.,

Sie war ein treuer Freund, in den 20 Jahren Alkoholismus, die ich hinter mir habe, zum Schluss war sie mein Letzter.

Wenn sie sich fragen, warum ich mir keine Hilfe geholt habe, oder sie, wenn sie mir angeboten wurde(und das ist geschehen), nicht angenommen habe, so kann ich nur sagen, ich weiß es nicht.

War es Stolz, Hochmut, oder vielleicht wieder die Angst selbst?

Darüber bin ich mir nicht im Klaren.

Ich weiß nur, dass ich erst ganz unten, obdachlos und ohne einen Cent Bargeld dastehen musste, bevor ich Hilfe überhaupt angenommen habe. Vorher versuchte ich, meine Probleme mit Alkohol, zu lösen. Überraschenderweise hat das nicht funktioniert.

Das war vor fünf Jahren. Seitdem ist einiges geschehen.

Durch diverse Stationen der Obdachlosenhilfe habe ich eine eigene Wohnung bekommen.

Mit Hilfe des PSD habe ich mich mit meinen psychischen Erkrankungen(Depression, soziale Phobie, Panikattacken) erstmals in meinem Leben auseinandergesetzt, und so begonnen, mich selber besser verstehen zu lernen.

Nebenbei habe ich dabei meinen Alkoholismus(und meine Nikotinsucht) zurückgelassen. Falls sie mich fragen, wie ich das gemacht habe. Nun, ich bekam ein Antidepressivum und auf einmal war der, vorher übermächtige Zwang zu trinken, weg. Das hat mich überrascht. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt nicht geglaubt, jemals vom Alkohol wegzukommen. Und auf einmal war dieses Bedürfnis, dieser Zwang, verschwunden!

Drei Wochen, nachdem ich zu trinken aufgehört habe, bin ich zum Nichtraucher geworden, das war wohl der Angst vor der Ironie des Lebens geschuldet. Ein trockener Alkoholiker, der an einem Herzinfarkt aufgrund seiner Nikotinsucht stirbt, so wollte ich nicht enden.

Wenigstens hierbei war die Angst hilfreich.

Seit zwei Jahren nun bin ich als betreuter Mitarbeiter, wie der Terminus lautet, bei dem Verein LOK Couture in einer Tagesstruktur eingebunden. Das ist die längste Zeitspanne seit der Pflichtschule, die ich einer Tätigkeit nachgehe.

Die Betätigung bei LOK tut mir gut, die Kollegen und die Betreuer sind nett, aber es fehlt mir etwas.

Ich möchte nicht bis zum Rest meines Lebens als arbeitsunfähig gelten. Diese Zuschreibung habe ich nach einem Test des BBRZ vor vier Jahren erhalten.

Einschub: In diesen fünf Jahren habe ich viele Menschen in Hilfsstellen, Vereinen, und Behörden getroffen, die ehrlich bemüht waren, anderen Menschen(z.b. mir) zu helfen, um ihr Leben besser zu meistern. Ich möchte mich bei all diesen Menschen herzlich bedanken. Sie sind das Salz der Erde.

Und ich habe einige wenige getroffen, auf die das, meiner Meinung nach, nicht zutrifft.

Ich denke, dass ich klug und stabil genug bin, um meinem Leben eine neue Seite hinzufügen, auch wenn ich weiß, dass das mit 43 Jahren, ohne Berufsausbildung und ohne nennenswerte Erfahrungen am Arbeitsmarkt, nicht gerade leicht wird.

Meine Angst wird mich dabei nicht verlassen, aber ich glaube, dass ich mit ihr mittlerweile aufgrund meiner persönlichen Entwicklung, besser umgehen kann.

Ich habe nicht mehr vor, davonzulaufen.

„Warum Vögel schützen?“ von Claudia Regner

Bereiche, in jenen ich tätig wurde

Zur Person der Autorin

Schon von klein auf entwickelte ich eine große Liebe zu Tieren, aber Tierschutz nützt letztlich nicht nur den Tieren selbst, sondern auch uns Menschen, denn beispielsweise Vögel und Insekten tragen einen Großteil dazu bei, Nutzpflanzen zu bestäuben. In unserer Zeit der Überbevölkerung und Umweltverschmutzung verbrauchen landwirtschaftliche Anbaugebiete immer größer werdende Flächen, und engen den Lebensraum unserer Mitbewohner dieser Erde immer weiter ein. Parallel steigt der Pestizidverbrauch, was sich negativ auf die Qualität der Nahrung – sowohl für Tiere als auch Menschen – auswirkt, und die gängige Bewirtschaftungsform der Monokulturen trägt zur rasanten Reduktion der Artenvielfalt der Lebewesen dieser Erde bei.

Wir sind gefordert, unser vorherrschendes Wirtschaftssystem neu zu überdenken, jedoch können selbst einfache Maßnahmen des einzelnen wie das Setzen von Wildblumen in Wiesenstreifen die Attraktivität der Landschaft – in diesem Beispiel für Arten wie Vögel und Insekten – bedeutsam erhöhen. Weiterlesen

Wo man das schon öfter erwähnte LOKal findet:

Netterweise dürfen wir unsere Lokinterne Schreibwerkstatt immer im LOKal abhalten und deshalb mache ich hier Mal ein wenig Werbung. Das LOKal gehört, wie der Name schon sagt, auch zum Verein Lok. Dort findet man neben Kaffee und Snacks auch Schallplatten und Bücher. Also unbedingt einmal vorbei schauen.

lokal012Hier die Adresse und die Öffungszeiten:

das LOKal. Non Profit. Best Service. Café + 2nd Hand Bücher, Platten, CDs.
1070 Wien, Richtergasse 6 (Nähe Neubaugasse),
T 01 526 59 72, F 01 526 59 72-32, daslokal@lok.at, www.daslokal.net,

Mo-Fr 9:30-19:00 Uhr, Sa 10:00-17:00 Uhr

Nettes Zitat über das unverblümt

Nettes Zitat eines Mitarbeiters unseres Blumengeschäfts:

Die Betreuer sind so leiwand (toll auf wienerisch) und haben immer Zeit für mich.
Für die anderen auch.
Auch wenn so viel Stress ist.

AppleMark

unverblümt LOK. Non Profit. Blumen und Accessoires.
1050 Wien, Krongasse 19 / Ecke Margaretenstraße
T 01 60 141 653, F 01 60 141 674, unverbluemt@lok.at, www.lok-unverbluemt.at

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00-19:00 Uhr