Wilma – ein Beitrag von Birgit

Unser Wellensittich Wilma ist im Juli im Alter von zwölf Jahren gestorben. Sie ist uns in dieser Zeit ans Herz gewachsen. Wir waren sehr traurig. Ihr Partner, Burli (6 Jahre alt) war durch Wilmas Tod verängstigt und aggressiv.

Deshalb entschlossen wir uns nach einem Trauertag, schon am nächsten Tag Burli im Zoologischen Handelsgeschäft eine neue Partnerin zu suchen. Wir fanden dort mit ca. 3 Monaten Wilma junior, die wie die Verstorbene grün mit gelben Köpfchen ist.

Zunächst starrten beide Vögel sich gegenseitig stundenlang an. Dann begann der Rangkampf: Wilma junior zwang Burli in mehreren Sturzflügen zu Boden. Sie ist viel behänder als er und das in ihrem zarten Alter. Der Rangkampf ist entschieden. Wilma junior ist vorrangig.

Mittlerweile sitzen beide Vögel einträchtig auf der Stange. Wilma junior`s Lieblingsspielzeug ist die Schaukel. Wasser und Futter hat sie entdeckt. So steht einem erfülltem Vogelleben nichts mehr im Wege.

I can´t breathe – ein Beitrag von Birgit

Floyds Tod in den USA durch pure Polizeigewalt ist erschütternd. Dabei sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass alle Menschen gleich sind, so wie das in den westlichen Verfassungen verankert ist.

Schon Martin Luther King träumt in seiner Rede „I have a dream“ von 1969 von der Gleichheit von Afro-Amerikanern und Weißen. Wer hätte geahnt, dass dies 2020 noch immer nicht erreicht wurde.

Floyds Tod rüttelt auf. Überall in den USA gibt es Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus.

Hoffentlich ändert sich etwas: So wurde die Polizei von Minneapolis aufgelöst: in New York denkt man über eine Polizeireform nach.

Sommer

Der Sommer ist heiß heißer den je

Aber wann kommt er war das ein schmäh

Wir wollen ihn spüren wir vermissen ihn sehr

Ohne den Sommer ist unser Dasein so schwer

Wir erleben nur Regen Kälte und Nebel

Warum sollte es heuer den Sommer nicht geben

Wir wollen Sommer erleben nur deswegen gibt’s unser Leben

Wir leben für den Frühling für den Herbst und den Sommer dann kommt der Winter

Aber jetzt kommt der Sommer wir fühlen in eifrich tief in und drinn

Und wenn wir nicht gestorben sind dann kommt er schnell wie der Wind

 

Von Rotzfrech

 

 

 

Sommer, Sonne, Krebs

Eigentlich finde ich Krebse ja cool
aber mein Krebs ist irgendwie doof,
Er hat mir schon Angst gemacht. also ich Ihn auf mich zu krabbeln sah,
Es zwickt ganz schön wenn er mich beißt, und obwohl ich Ihn schon 2 mal abschütteln konnte, 
ist er diesen Sommer schon wieder da!
Eigentlich liebe ich die Sonne,
aber die Sonne von meinem Krebs ist scheiße,
man sagt zwar Sie kann heilen
aber trotzdem wird Sie mir nen ordentlichen Sonnenstich verpassen,
Übelkeit Kopfschmerzen, sehr starke Erschöpfung
und die Gefahr das mein Blutplasma in den Keller sinkt…
Aber trotzdem werde ich de Sommer immer lieben, und .

(Hab zum 3. mal Krebs)

Corona – ein Beitrag von Birgit

Wir sind zu zweit, nur nicht einsam sein jetzt in der Abgeschlossenheit zu Hause.

Es muss schrecklich sein so ganz allein die Wände anzuschauen.

Außerdem sind da noch der Hof und das Erholungsgebiet in der Nähe. Im Hof sieht man manchmal einen Nachbarn; der Abstand wird streng eingehalten. Im Erholungsgebiet bin ich auch das eine oder andere Mal mit meiner Betreuerin von LOK. Sie kommt einmal in der Woche. Das bringt einen auch auf andere Gedanken.

Seit kurzem machen mein Freund und ich einen Ausflug am Sonntag Nachmittag; so waren wir in den Schlossgärten von Schönbrunn und vom Belvedere. Diesen Sonntag möchten wir gerne zum Volksgarten.

Wir telefonieren viel und halten so Kontakt zu unseren Freunden. Ganz besonders helfen mir die regelmäßigen Gespräche mit EX-IN. Auch schauen wir viel fern. Ich schlafe sehr viel.

DAS NORMALE LEBEN IST WEGGEBROCHEN.

Nur nicht einsam sein und nur noch die Wände anschauen.

Heute fallen viele der Ausgangsbeschränkungen. Wir können wieder Freunde sehen. Mit der Zeit wird sich das für uns auch wieder ergeben.

Kosmos

Sehr weit weg, für immer fort…ich wünscht ich wär‘ an einem anderen Ort .                     Mit Dir durch’s Weltall möcht‘ ich fliegen, um am Ende  doch zu kriegen,                          was nur Dir und mir gehört. –  vielleicht einen Planeten oder Stern,                                     oh ja gewiss, den hätt‘ ich gern. Wo es keine Menschen gibt, nur Du, nur ich die Weite sieht. – einfach nur schweben, dabei Dir meine Hände geben….                                          Deine Sicherheit,  die möcht‘ ich spüren, ganz ganz zart wir uns berühren.

Wir stellen uns niemals die Frage  – Warum oder (hat) ergiebt das Sinn, denn unsere Liebe, die trug uns dorthin…

Sehr weit weg an einen anderen Ort,  endlich sind wir zwei, für immer dort.

Nina-Simone Gasser  alias Ninifay

The River

In the rivers flood running fast,

a shape came floating past,

from where I stood, staring

with curiosity. As I went nearer

the amorphous thing I beheld

and mad I went; screaming in horror.

For the shape was neither dead nor

alive, bloated and distended

and rotten it floated on nigh.

Then the horrid, half-decayed

form reanimated as I stood there

prostrate, unable to move or to

lift a limb. A stench welled up,

as of a thousend charnel pits

and sepulchres, strangling the grass

and the flowers, befouling them.

The thing reared up slowly and shuffling,

menacing it made some steps

where I stood, certain sounds it uttered,

words full of repulsiveness and wickedness.

The shape then raised a fetid paw, plunging

half-blind forward, where I cowered in frantic fear,

transfixed by some malevolent will.

My mind went dark and numb, as the thing drew closer

and closer. As I at last regained my senses,

there lingered still that loathsome, foul

odour, that no clean air could vanquish.

Blindly and delirious and half-mad I stumpled

over that befouled river-bank until I could

smell the wholesome air, whilst my head

still swirled and reeled from the minds ordeal.

Thereafter I dared not

to go back, where the grass

and flowers where dead shriveled

as by some vile sorcery.

Heimat – ein Beitrag von Birgit

Ich bin Deutsche aus Hessen, aus der Nähe von Frankfurt/M stammend.

Seit ca. 20 Jahren lebe ich in Österreich, Wien, meiner Wahlheimat. Die österreichische Kultur ist für mich eine Bereicherung. Inzwischen habe ich einige österreichische Wörter angenommen, was mich für meine deutschen Verwandte und Freunde mehr zur Österreicherin macht; während ich für Österreicher wegen meines strengen deutschen Akzents eindeutig Deutsche bin.

Gehöre ich denn jetzt nirgends mehr dazu?

Zugegeben bei Sportwettbewerben schlägt mein Herz noch deutsch. Auch höre ich mit Interesse die deutschen Nachrichten. Jedoch, weil das mein Leben weit mehr betrifft, stehen für mich die österreichischen Nachrichten im Vordergrund.

Oft sehe ich mich auch als EU-Bürgerin, um so meiner inneren Zerrissenheit zu entgehen.

Auch die Bezeichnung Weltbürgerin gefällt mir gut.