Schreibwerkstatt: Wie stelle ich mir die Welt vor?

„Die kleine Manuela sagt“ sagt:

„Ich möchte gern zu Hause sein. In einem Zimmer ganz allein. Wo alles Spielzeug mir gehört, wo niemand meine Träume stört, wo’s eine Schule gibt, in die man sich sogar verliebt.

Refrain: „So ein Städtchen, mein Mädchen, dass bleibt nur ein Traum. So ein Städtchen, mein Mädchen, dass würdest du kaum. Dieses Plätzchen, mein Mädchen, ist nirgends in Sicht. Dieses Plätzchen mein, mein Mädchen. Das gibt es noch nicht.“

Über die Wahl

Gott sei Dank: Alexander Van der Bellen ist der neue Präsident und nicht Norbert Hofer. Es wäre nicht auszumalen gewesen, was es bedeutet hätte, wenn Norbert Hofer das Rennen gemacht hätte. Vielleicht hätten wir wieder Sanktionen erteilt bekommen. Auf alle Fälle hätte Hofer nicht nach Israel reisen dürfen. Schade wäre es gewesen. Bin ich froh, dass Van der Bellen keinen HC Strache als Bundeskanzler angeloben würde. Damit haben wir schon die halbe Miete.

Übers Schreiben

DSC00689Als ich hierher kam (letztes Jahr im Spätherbst)
Ich liege auf der Couch (mit Stiefeln), was ich normalerweise nicht mache. Versuche mich auszuruhen, um in der Schreibwerkstatt im LOKal teilzunehmen. Ich bin total erschöpft. Wie gut kenne ich diesen Zustand, den Zustand des „Ich kann nicht mehr“. Ich döse, schnarche sogar und um 16:00 Uhr bin ich dann wirklich ausgeruht. Fein, jetzt kann ich fahren. Etwas zum Trinken muss ich noch mitnehmen, und los. In der U-Bahn versuche ich mich festzuhalten. Eine Frau spricht mich auf meine Handschuhe an. Sie sind von meiner Schwester und ganz dick, aus Fell. Ich erzähle ihr, dass ich vor zwei Tagen einen Lederhandschuh beim Hofer verloren habe.

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Warum mir eine „Festung Europa“ unsympathisch wäre

Ich mag keinen Populismus. Früher war nur die FPÖ „so“ eine Partei. Partei heißt übrigens „Teil“, übersetzt. „Ein feste Burg ist unser Gott“, dichtete einst Martin Luther (1483 – 1546), der große Reformator der damaligen katholischen Kirche, der sich für die Abschaffung des Ablasshandels einsetzte. Dafür, dass man zur Tilgung seiner Sünden Geld bezahlte.

Heutzutage werden Menschenrechte und Asylgesetze mit Füßen getreten. In Ö1 wurde unsere sogenannte „Festung Europa“, wie es Johanna Mikl-Leitner von der ÖVP bezeichnete, sogar mit der dunklen Vergangenheit Österreichs verglichen. Josef Ostermayer von der SPÖ würde das Wort „Festung“ nicht verwenden.

Angélique